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Die heute wohl bekannteste und beliebteste Pokervariante heisst Texas Holdem. Es werden die Varianten Limit, PL bzw. Pot Limit und NL bzw. No Limit gespielt. Hier wiederum ist die No Limit Variante die populärste. Bei dieser kann der gesamte verfügbare Stack gesetzt werden. Die Faszination ergibt sich wohl daraus, dass in keiner anderen Variante mit einer Hand alles gewonnen, aber auch alles verloren werden kann. Keine andere Variante bietet derart abenteuerliche Spielverläufe bis zum Showdown und bei keiner anderen gewinnt so oft NICHT die Beste Hand.
Die Pokerregeln sind eigentlich denkbar einfach:
Nehmen wir teil an einem echten Turnier
Da es ein Crashkurs ist, sitzen wir hier an einem echten Tisch mit einem echten Dealer. Der Spielverlauf allerdings ist wirklich passiert und zwar beim EPEC Online Qualifikation Final im August/2007
- Wir sitzen auf unserem ausgelosten Platz 10, rechts vom Dealer. Vor uns steht unser Stack im Wert von 1500 an Chips in verschiedenen Farben.
- Nachdem alle Spieler Platz genommen haben, mischt der Dealer die Karten und teilt jedem Spieler eine Karte offen aus. Mit diesem Auslosverfahren wird die Position des Dealerbutton bestimmt. Wir haben Glück und erhalten als gutes Omen die A♠. Die Position des Dealerbutton ist auch die Beste Position die man im Spiel haben kann.
- Der Dealerbutton bestimmt auch die Position der sogenannten Blinds. Der Small Blind oder SB sitzt links vom Dealerbutton, der Big Blind oder BB wiederum links vom SB. Die Blinds sind am Anfang auf 5/10 festgesetzt und verdoppeln sich alle 15 Minuten. Die Blinds werden stets vor dem austeilen der Hole Cards gesetzt.
- Der Dealer teilt die Hole Cards einzeln und im Uhrzeigersinn aus bis jeder Spieler 2 Karten hat. Die Erste Karte erhält der Spieler links vom BB.
- Wir sind Preflop, es beginnt die erste Einsatzrunde, der Spieler links vom BB, in unserem Fall Position 3 ist dran und tätigt als Action ein Raise auf den doppelten BB - auf 60.
- Position 4 und 5 Callen mit leichter Verzögerung.
- Position 7, 8 und 9 Folden und scheiden somit aus dem Spiel. Der Dealer zieht ihre Karten ein und legt sie zur Seite.
- Wir haben eine gute Starthand Q♠ J♦ - sitzen in der besten Position -- und Callen. Die Preflop-Phase ist abgeschlossen.
- Der Dealer "verbrennt" eine Karte, d. h. er nimmt die oberste vom Stapel und schiebt sie verdeckt zu den bereits gefoldeten. Er nimmt die 3 nächsten Karten vom Stapel und deckt den Flop in der Tischmitte auf, die ersten drei Community Cards werden sichtbar.
- Ab nun und in jeder weiteren folgenden Runde beginnt der SB. Dieser folded ebenso wie der BB und die Position 3, 4 und 5.
- Position 6. Die Aggressivität mit der er seine Karten spielt lässt ganz stark auf ein Top-Pair schliessen. A♥ A♣ oder K♥ K♠ vielleicht. Auch Drillinge sind denkbar ... der 8er wäre besonders schmerzhaft ... Position 6 Raised auf 470.
- Wir sind uns sicher, er kann nur ein Top-Pair haben. Aber wir haben zwei Top-Pair und müssen die 470 Callen.
- Der Dealer verbrennt eine Karte und deckt den Turn rechts vom Flop auf.
- Position 6 überlegt kurz und geht All-in. D. h. er setzt seinen gesamten Stack
- Wir haben das Full House Damen über Buben. Q♠ Q♥ Q♦ J♦ J♣. Hat er eine Dame kommt es zum Split Pot. Mit zwei Buben verliert er höchstwahrscheinlich. Hat er Könige oder Assen als Pair, würde er nur gewinnen, falls der River genau die für ihn dazupassende Karte hervorbringt. Obwohl die Gefahr förmlich spürbar ist, haben wir die ganz deutlich besseren Win Odds und Callen.
- Der Dealer verbrennt eine Karte, und deckt den River rechts vom Turn auf.
- Position 6 deckt seine Hole Cards auf und zeigt:
- Position 6 gewinnt den Pot mit K♠ K♦ K♣ Q♥ Q♦. Full House Könige über Damen.
- Der Dealer schiebt den gesamten Pot zu Position 6 und das Spiel ist zu Ende.
- Wir bleiben ganz cool und sind um eine gaaaanz winzige Erfahrung reicher ...
♠ ♥ ♣ ♦
Ein Pokersprichwort lautet: "Der River macht das Spiel!"
♠ ♥ ♣ ♦
Siehe auch
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